Ultraschall-Schneiden

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Die Jentschmann AG verwendet die Ultraschalltechnolgie mit 35 KHz zum Schneiden von Textilien, Folien und Kunststoffen. Dabei spricht man vom Ultraschall-Schneiden.

Doch wie funktioniert das Ultraschall-Schneidenverfahren eigentlich?

Bei der Jentschmann AG kommen hauptsächlich 2 Verfahren für das Ultraschall-Schneiden zum Einsatz.

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Beim ersten Verfahren werden die Materialien direkt mit der Sonotrode geschnitten. Dazu ist es notwendig, dass die Ultraschall-Sonotrode eine geeignete Geometrie hat, welche keilförmig ausläuft und eine Schneidkante aufweist. Mit der Schneidkante werden die Substrate getrennt und mit der Seitenflanke die Schnittkanten versiegelt bzw. verschmolzen. Mit der Ultraschall-Schneidsonotrode muss auf einer Resonanzplatte geschnitten werden, um die notwendige Energie zum Ultraschall-Schneiden aufzubringen.

Eine Anwendung findet diese Technolgie z.B. im Markisentuch-Schneidautomat Cumasix™ von Jentschmann. Siehe Bild.

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Beim zweiten Verfahren wird die Rollsonotrode von Jentschmann zum Ultraschall-Schneiden verwendet. Diese transferiert den Schall durch das zu schneidende Substrat auf ein Amboss-Schneidrad. Hier hat das Schneidrad die Funktion, dass Material zu trennen und die Kanten zu versiegeln. Das Ultraschall-Schneidrad wird in der Geometrie dem gewünschten Schneidresultrat entsprechend angepasst. Das rotative Ultraschall-Schneidverfahren wird z.B. beim Trennen von Filtermaterialien zur Herstellung von Aktivkohlefiltern verwendet.

Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in der Verwendung der Rollsonotrode zum Ultraschall-Schneiden. Dadurch können eingebundene Materialien (z.B. Aktivkohle) besser verdrängt werden. Desweiteren wird der Widerstand beim Vorschub verringert, was die Materialhandhabung beim Ultraschall-Schneiden vereinfacht.

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Das Ultraschall-Schneidverfahren kann auch zum Schneid-Schweissen verwendet werden. Hierzu werden zwei übereinander liegende Substrate mittels Ultraschall getrennt.

Beim Ultraschall-Schneidvorgang werden nun gleichzeitig die Materialkanten miteinander verschweisst, weshalb man vom Ultraschall Schneid-Schweissen spricht. Das Ultraschall Schneid-Schweissen kommt überall dort zum Einsatz, wo zusätzlich zum Trennschnitt noch eine saubere Schweissverbindung der Abschlusskanten gewünscht wird.

  • Saubere Materialtrennung mit versiegelten Schnittkanten
  • Schneiden und Kantenversiegelung in einem Prozess
  • Ultraschall-Verschweissen ohne Ränder möglich
  • Kontinuierliches Schneidverfahren bei Verwendung der Rollsonotrode
  • Grosse Vielfalt bei der Schnittgestaltung
  • Materialverdichtung im Kantenbereich
  • Luft- und Wasserdichte Nähte sind produzierbar
  • Genaue Reproduzierbarkeit der Schweissresultate
  • Sehr geringer Energieverbrauch
  • Keine Emissionen
  • Hohe Prozessgeschwindigkeit

Die hauptsächlichen Einsatzgebiete sind

  • Schneiden von Vlies (Nonwoven), Textilien und Folien
  • Schneiden von Markisenstoffen aus Acryl, Polyester, Screen und Soltis
  • Schneiden von Stoffen für die Bekleidungsindustrie
  • Schneiden von Filtermaterialien
  • Schneiden von Teig- und Transportbändern
  • Herstellung von Arbeitsschutzbekleidung
  • Herstellung von Sportbekleidung
  • Herstellung von Rucksäcken und Taschen