Ultraschall-Schweissen

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Die Jentschmann AG verwendet die Ultraschalltechnolgie mit 35 KHz zum Verbinden von technischen Textilien und Folien. Dabei spricht man vom Ultraschall-Schweissen.

Doch wie genau funktionieren der Ultraschall und das Ultraschall-Schweissverfahren eigentlich?

Als Ultraschall bezeichnet man Schall mit Frequenzen ab etwa 16 kHz bis 1 GHz.
Zum Erzeugen von Ultraschall für das Ultraschall-Schweissen benötigt man hauptsächlich 3 Komponenten. Einen Ultraschall-Generator, einen Schwingungsgeber, bestehend aus einem Konverter und einem Booster sowie eine Ultraschall-Sonotrode.

Zur Erzeugung von Ultraschall wandelt der Generator die Netzspannung in Hochfrequenz um, welche durch ein Hochfrequenzkabel zum Konverter übertragen wird. Dieser wandelt die eingehende Frequenz mittels piezoelektrischen Keramikschwinger in Ultraschall um. Der Booster verstärkt und transferiert die mechanischen Schwingungen auf die Sonotrode.

Die Energie, welche zum Ultraschall-Schweissen benötigt wird, entsteht durch die Übertragung der Schwingungen von der Sonotrode auf das zu verschweissende Material unter Druck. Dadurch werden die vorhandenen Moleküle in Bewegung gesetzt, was eine Reibung und somit Wärme erzeugt. Diese Wärme wird beim Ultraschall-Schweissen genutzt, um die Materialien oder Schweisshilfsstoffe anzuschmelzen und unter Druck miteinander zu verbinden.

Die Jentschmann AG hat für das Ultraschall-Schweissen von technischen Textilien eine spezielle Rollsonotrode (auch Rollnahtsonotrode oder Rotativsonotrode genannt) entwickelt. Dieses rotative Ultraschall-Schweissverfahren hat den Vorteil, dass die technischen Textilien kontinuierlich verschweisst werden können. Dadurch erreicht man höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten und vermeidet Nahtübergänge, wie sie z.B. beim getakteten Ultraschall-Schweissen auftreten.

Beim rotativen Ultraschall-Schweissen der Jentschmann AG werden die Schwingungen von der Rollsonotrode über das zu schweissende Material auf ein Ambossrad übertragen und dort reflektiert. Das Ambossrad übt den zum Verschweissen notwendigen Druck auf das Material aus und definiert gleichzeitig das gewünschte Nahtdesign.

Die Ultraschall-Schweissanlagen der Jentschmann AG sind so konstruiert, dass die Rollsonotroden und Ambossräder über einen eigenen regelbaren Antrieb verfügen. Beim Ultraschall-Schweissen kann daher das Vorschubverhältnis von Rollsonotrode zum Ambossrad auf das zu schweissende Material eingestellt werden. Dies verhindert einen Lagenverschub der Stoffe und gewährleistet eine gleichbleibende flache Naht ohne Wellen und Falten vom Anfang bis zum Ende.

  • Sehr geringer Energieverbrauch
  • Keine Emissionen
  • Hohe Prozessgeschwindigkeit
  • Genaue Reproduzierbarkeit der Schweissresultate
  • Kontinuierliches Schweissverfahren
  • Kein Lagenverschub, keine Faltenbildung
  • Grosse Vielfalt bei der optischen Nahtgestaltung
  • Festere Nahtverbindung im Vergleich zum konventionellen Nähen
  • Luft- und wasserdichte Nähte sind produzierbar
  • Metallbeschichtete Stoffe und Folien sind verschweissbar

Verschweissen von thermoplastischen Materialien wie PP, PVC, PE, PET, ABS, Nonwoven Vliese, thermoplastbeschichtete Gewebe und Folien Verkleben von nicht-thermoplastischen Geweben und Folien mittels thermoplastischen Schmelzklebeband der Firma Gluetex.
Das rotative Ultraschall-Schweissverfahren wird von der Jentschmann AG seit über 10 Jahren erfolgreich angewandt.

Die hauptsächlichen Einsatzgebiete sind

  • Herstellung von Markisen, Sonnensegeln, Grossschirmen und Rollos
  • Produktion von Geotextilien, Schwimmbadabdeckungen, Gewächshausbeschattungen, Dränagefolien
  • Konfektion von Grossformatbannern, Werbetextilien, PVC Plakaten
  • Einsatz beim textilen Bauen u.v.m.